Nicht jeder Erfolg braucht eine Fortsetzung. Lasst sie doch einfach am Ende alle im Atlantik an die Tür geklammert erfrieren und schon spart ihr euch die Diskussionen mit dem Filmstudio. Und die konstruierten Nachfolgegeschichten.
Selbst wenn die Geschichte logisch weiter erzählt werden kann, heißt das nicht, dass Teil B auch erzählt werden MUSS. Der Unterhaltungswert der Handlung fällt nach dem lange überfälligen Kuss auf dem Empire State Building steil ab. Für Witze über den drögen Alltag gibt’s gut gemachte HBO-Serien.
Sex and the City zählt nicht. Carrie & die Mädels dürfen immer wieder.
Können die Deutschen keine Komödien ohne Fäkalwitze machen?
Til Schweiger ist kein guter Schauspieler. Er hat einen traurigen (Knocking on heaven’s door) und eine bösen Blick (Inglorious Basterds).
Frauen sind Zicken. Wenn wir in den letzten zwei Stunden sonst nichts gelernt haben, dann das. Und:
Frauen können nicht einfach nur Sex haben. Niemals, nie. Sie hängen an Weltrettern und Kindern. Besonders an der Tochter von Til Schweiger.
Männer sind unemotionale Proleten. Diese eiskalten Dickhäuter halten nichtmal Nora Tschirners 10-Minuten-Monologe aus.
Macbook macht Spaß. Hat nichts mit dem Film zu tun? Richtig. Gute Nacht.
Bis der TSC wieder ein paar Plätze bei den Freizeitschwimmern frei hat beiße ich in den sauren Apfel und gehe täglich vor der Arbeit 10 Minuten (Achtung) j-o-g-g-e-n!
Und es stellt sich heraus: a) meine Knie sind nicht dafür gemacht & b) nur mit Hip Hop im Ohr klappt das auch mit der Atmung in der Lunge.
Dementsprechend hier mal mein persönlicher Spocht-Soundtrack:
Max Herre (hab leider nur das erste Solo-Album)
Freundeskreis
Ausgewählte Curse-Tracks (Goldene Zeiten!! Klassiker, def.)
(nochmal Achtung): Bushido – Alles wird gut
Besonders letzterer ist mir ja richtig ans Herz gewachsen. So sehr habe ich meine Knie dazu geschunden.
Sofern hier noch wer mitliest: für Tipps mit guten Beats bin ich immer dankbar
Die eine sei der Teufel, die andere sieht böser aus. Nennen wir sie also einfach Mephisto und schlauen uns im Zeit Magazin ein bisschen über Frau Roitfeld auf.
Und irgendwie waren die Ergebnisse dieses Jahr so vorhersehbar wie noch nie.
Sandra Bullock und Christoph Waltz haben schon den Rest der Awardsaison abgeräumt – und wurden nun verdient, aber nicht überraschend mit den höchsten Würden der Filmbranche geehrt.
The Blind Side habe ich noch nicht gesehen & will mir daher kein Urteil erlauben, Inglorious Basterds – und besonders der Herr Waltz darin – ist absolut sehenswert. Tarantino sowieso immer.
The Hurt Locker als bester Film: wenigstens nicht Avatar. Der Hype um die großen blauen Männlein darf endlich wieder aufhören. Ja, den habe ich gesehen. Aber seriously: Die 3D-Effekte in den Trailern vorher waren (für mich) um einiges unterhaltsamer als die leuchtenden Gräser beim Wandern durch Fern Gully für Erwachsene. Nun ja.
Aber worüber ich mich wirklich ein bisschen ärgere ist die Auszeichnung für Jeff Bridges. Klar, cooler Typ soweit, guter Schauspieler and so on. Nur: er hat auch schon vor Crazy Heart Filme gemacht. Gute, oscarwürdige Stücke. Und nun wird, in guter Tradition vom letzten Jahr, wieder ein in die Jahre gekommener Underdog ausgezeichnet, der in einem nicht weiter spektakulären Charakterstück zu voller schauspielerischer Größe heranwächst?
Nichts gegen die beiden Herren Rourke und Bridges – aber was zur Hölle fasziniert an diesen heruntergekommenen alten Männern so sehr, dass sie Oscarwürden für Alltagsportraits erhalten? Da hätte man Nadja Uhl für “Sommer vorm Balkon” auch Awards hinterher schmeißen können.
Ihr seht: ich bin zwar ein Fan von realistischeren Filmen als Pretty Woman, aber nicht jedes Alltagsportrait ist eine wahnsinnig herausragende schauspielerische Leistung (genau so wenig übrigens wie nicht jede Darstellung von Vergewaltigungsopfern oder Serienmördern). Schauspielerei ist ihr Job, und den haben sie erledigt. Country-Songs spielend durchs Land ziehen ist für mich noch lange keine Romy Schneider-Leistung.