Jul 14 2010
Titelbildlich gesprochen.
Der Sommer ist da, und für alle die’s noch nicht wussten hab ich gerade einen Erinnerungstrack gefunden.
Jul 14 2010
Der Sommer ist da, und für alle die’s noch nicht wussten hab ich gerade einen Erinnerungstrack gefunden.
Jul 10 2010
Die Finanzkrise ist schon ne ganze Weile in der Presse:
Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.
Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen – echt famos!
Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.
Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.
Trifft’s hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken -
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!
Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.
Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.
Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und – das ist das Feine ja -
nicht nur in Amerika!
Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen -
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.
Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht!
Kurt Tucholsky in “Die Weltbühne”, 1930.
Apr 22 2010
Warum biegen Autos auf Hauptstraßen ein, in dem Glauben sie wären stärker als die Straßenbahn?
Warum gibt es in Ostberlin kaum Taxis?
Wo ist der Berufsverkehr heute Nachmittag gewesen?
Wieso baut nicht jeder sich selbst mit Energie versorgende Solarhäuser, die einen Lichtspalt in der Mitte haben? Warum lässt sich dieser Lichtspalt nicht zuschieben?
Warum denke ich nur in 140-Zeichen-Tweet Gedanken?
Braucht man noch Real-Life-Freunde und mouth-to-mouth talk, wenn die Jungs & Mädels auf Facebook eh schneller antworten und man das auch noch in der Bahn checken kann?
Wieso habe ich im letzten Satz so viele englische Wörter benutzt?
Warum stört sich der Dozent nicht an der Pausenlautstärke im Zimmer und redet einfach weiter? Wo ist die gute alte Klassenlehrer-auf-die-Ärsche-hau-Manier hin?
Wieso kann ich nur noch in Abkürzungen schreiben?
Warum habe ich das Beebie noch nicht begutachtet?
Warum sendet meine Mutter E-Mails eigentlich immer mit buntem Text?
Und warum riecht meine Wohnung nach einem Tag lüften noch nach Pizza, verdammt?
PUNKT.
Apr 19 2010
Die US-Vogue beschäftigt sich, der geneigte Leser der Zeitschrift wird es wissen, regelmäßig mit besonderen (weiblichen) Persönlichkeiten. Immer sind die Artikel ein wenig schwärmerisch, immer bekommt man Lust die Person kennen zu lernen und immer sind es faszinierende Lebensgeschichten. Manchmal Vorbilder.
Diesen Monat gibt es ein kurzes Portrait von Sheryl Sandberg, derzeit Facebook-COO und vorher für die Ad-Einnahmen von Google seit 2001 verantwortlich. Ich weiß nicht, ob alles so stimmt wie Kevin Conley davon berichtet. Aber eines scheint sicher: die Frau weiß, wie man Geld macht. Hat ein Privatleben. Interessante Freunde. Und sieht gut aus.
Und schon weiß man wieder, wofür der ganze Studiums-Spaß gut sein könnte.
Deshalb bei Interesse: selbst weiterlesen.
Apr 12 2010
Eben ne Runde durch Berlin gelaufen (die Runden sind jetzt größer geworden und machen daher neuerdings – ACHTUNG – Spaß… ich weiß.).
Jedenfalls ausgepowert zu Rewe. Weil das Nützliche mit dem Nützlichen verbinden, und so. EC-Karte in der Jackentasche und keine Milch im Kühlschrank.
Natürlich dort durchgerannt, weil große Runde & anhalten klappt manchmal nicht so. An der Kasse auf den Beinen gesprungen. (Wird immer bekloppter, ich weiß schon). Aber jemand anderes fand das auch bekloppt.
Die Omi hinter mir.
Brüllt in mein Ohr.
Durch die Kopfhörer (Azad diesmal).
“HEY!!!!”
ich so: “JAAAAA”
“HEY!!!”
ich so: “WAS DENN????”
Omi (bösartig!): “Na, fallen Sie hier nicht um!”
ich (belustigt): “so schnell geht das nicht”
Jetzt regt sich die Omi aber schon auf. So an der Kasse rumspringen, geht ja nicht.
Omi: “Gibts ja nicht. Also, ich hab auch Sport gemacht, früher. Aber soo bekloppt war ich nicht!”
Opi kommt dazu: “Kassieren Sie das nervöse Ding mal vor mir ab”
Omi & Opi regen sich weiter in von mir nicht hörbarer Lautstärke (immer noch Azad) auf.
Student von hinten grinst und brüllt: “Ich find’s gut!”
Anne schwitzt und brüllt zurück: “DANKE!!”
Dann hat die Nachbarschaft Ü60 zumindest ‘nen kleinen Aufreger für den Kaffeeklatsch von morgen. Süß, irgendwie.
Wenn ich ab jetzt in den Aerobikkurs vom Fußballverein gehe und danach mit den Frauen ‘n Bier trinke. Dann mache ich auch Sport. Und sehe ich in 40 Jahren so aus wie die Omi heute.
Da laufe ich lieber stundenlang durch Berlin, belästige arme Kassierer mit meinem nervösen Rumgehüpfe und höre dabei auch noch Gangsterrapper.