Archive for the 'Filme' Category

Aug 08 2010

Hochgelobt und tiefgefallen

Published by Sonnenanne under Filme

Zur Klarstellung vorab: ich bin keiner, der grundsätzlich gegen alles ist. Ich mag es nur nicht, wenn meine Erwartungen enttäuscht werden. Privat und beruflich klappt das (meist) schon ganz gut, ich stelle einfach keine hohen Ansprüche mehr. Bisschen üben muss ich das noch auf der kulturellen Seite.

So ging es mir, nachdem ich eine Woche später als geplant Inception gesehen habe wie nach Avatar vor… 6? Monaten. Ursprünglich wollte ich letzte Woche diesen hochgelobten Streifen aus dem Land Gottes sehen, der alle Völker und Geschmäcker zusammenbringt, nebenbei den Weltfrieden herstellt und unser gesamtes Universumsverständnis, das sowieso weltweit gleich ist, neu definiert. Und anspruchsvolle Kunst sowieso, wa.

Diese Woche also nachgeholt. Zwischendurch in diversen Blogs & von einigen Bekannten immer nur Begeisterungsstürme, kann man gar nicht fassen, what the fuck und mindfucking und ganz viele f*** Worte.

Muss ja echt gut sein, denkt die Anne so. Na hoffentlich ist das nicht alles nur ein Traum (haha.).

Inception zusammengefasst: Ein Traum ist ein Traum ist ein Traum ist ein Traum ist ein Traum ist ein Traum ist ein Traum ist ein Traum ist ein Traum ist ein Traum…ist wessen Traum?

Avatar von damals zusammengefasst… Pocahontas & Greenpeace entscheiden sich ein gemeinsames Corporate Design in Blau und 3D zu entwickeln.

Zur Kritik: beides gut gemacht, definitiv. Kinokarte wert und so.

Aber mindfucking? Wahnsinn? MUSS man gesehen haben?

Avatar damals: das letzte Mal von 3D begeistert war ich beim Musical “Tabaluga & Lilly” als Lilly auf einer glitzernden, mit weißen Rosen dekorierten Schaukel ÜBER das Publikum auf die Bühne schwebte und sang. Ihr dürft schätzen, wie alt ich da war. Kleine blaue Blüten im Kino um mich rum? Hatschi.

Inception heute: Spätestens seit Freddy Krueger sollte jeder erwachsene Mensch schonmal etwas länger über die Realität von Träumen nachgedacht haben. Nach Matrix dann auch über die Realität der Realität. Und nun bringt Nolan die Träume der Realität und des Traumes der Realität und noch dreitausend Würfel? Wowsa. Versteht mich nicht falsch: Spannend, bis zum Ende, keine ruhige Minute und dabei geblieben. Guter Film.

Aber MINDFUCKING?? Verwirrend? Der letzte Film, der mein Hirn für einige Tage weggeballert hat war “Lilja 4ever”, und ich wünsche mir noch heute ich hätte damals nur das Bier getrunken und wäre nicht in den Saal gegangen.

Conclusion? Ach, ich weiß nicht. Hört einfach auf diese einzelnen guten Hollywoodstreifen unisono hochzuhypen und ich habe auch wieder Spaß an denen. Oder hyped weiter, und ich mecker weiter. Whatever. Wer auf Leo, Ellen Page und Marion Cotillard steht wird Spaß haben.

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Jul 15 2010

Und noch mehr Sommer!

Published by Sonnenanne under Filme,Musik

Hey, es ist warm, es scheint die Sonne, ich kann Sommervideos posten ohne dass wir uns woanders hin sehnen müssen. Trotzdem: Meer, Strand, ewiger (!) Sonnenschein und dieser Clip machen einem das Leben in Santa Monica echt schmackhaft. Oder eben erstmal nur die Mittagspause – einmal zurücklehnen, bitte schön:

Example & DJ Wire – Not so pretty (Rogues dubstep remix) from Dustin Shepard on Vimeo.

(gefunden: irgendwo auf FB :) )

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Apr 09 2010

Zwei Ohren zuviel für ein Küken.

Published by Sonnenanne under Filme

Zweiohrküken war vor ca. einer Minute zu Ende.

Fazit:

  1. Nicht jeder Erfolg braucht eine Fortsetzung. Lasst sie doch einfach am Ende alle im Atlantik an die Tür geklammert erfrieren und schon spart ihr euch die Diskussionen mit dem Filmstudio. Und die konstruierten Nachfolgegeschichten.
  2. Selbst wenn die Geschichte logisch weiter erzählt werden kann, heißt das nicht, dass Teil B auch erzählt werden MUSS. Der Unterhaltungswert der Handlung fällt nach dem lange überfälligen Kuss auf dem Empire State Building steil ab. Für Witze über den drögen Alltag gibt’s gut gemachte HBO-Serien.
  3. Sex and the City zählt nicht. Carrie & die Mädels dürfen immer wieder.
  4. Können die Deutschen keine Komödien ohne Fäkalwitze machen?
  5. Til Schweiger ist kein guter Schauspieler. Er hat einen traurigen (Knocking on heaven’s door) und eine bösen Blick (Inglorious Basterds).
  6. Frauen sind Zicken. Wenn wir in den letzten zwei Stunden sonst nichts gelernt haben, dann das. Und:
  7. Frauen können nicht einfach nur Sex haben. Niemals, nie. Sie hängen an Weltrettern und Kindern. Besonders an der Tochter von Til Schweiger.
  8. Männer sind  unemotionale Proleten. Diese eiskalten Dickhäuter halten nichtmal Nora Tschirners 10-Minuten-Monologe aus.
  9. Macbook macht Spaß. Hat nichts mit dem Film zu tun? Richtig. Gute Nacht.

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Mrz 08 2010

Absehbare Ehrungen

Published by Sonnenanne under Filme

Wurden heute Nacht verliehen.

Und irgendwie waren die Ergebnisse dieses Jahr so vorhersehbar wie noch nie.

Sandra Bullock und Christoph Waltz haben schon den Rest der Awardsaison abgeräumt – und wurden nun verdient, aber nicht überraschend mit den höchsten Würden der Filmbranche geehrt.

The Blind Side habe ich noch nicht gesehen & will mir daher kein Urteil erlauben, Inglorious Basterds – und besonders der Herr Waltz darin – ist absolut sehenswert. Tarantino sowieso immer.

The Hurt Locker als bester Film: wenigstens nicht Avatar. Der Hype um die großen blauen Männlein darf endlich wieder aufhören. Ja, den habe ich gesehen. Aber seriously: Die 3D-Effekte in den Trailern vorher waren (für mich) um einiges unterhaltsamer als die leuchtenden Gräser beim Wandern durch Fern Gully für Erwachsene. Nun ja.

Aber worüber ich mich wirklich ein bisschen ärgere ist die Auszeichnung für Jeff Bridges. Klar, cooler Typ soweit, guter Schauspieler and so on. Nur: er hat auch schon vor Crazy Heart Filme gemacht. Gute, oscarwürdige Stücke. Und nun wird, in guter Tradition vom letzten Jahr, wieder ein in die Jahre gekommener Underdog ausgezeichnet, der in einem nicht weiter spektakulären Charakterstück zu voller schauspielerischer Größe heranwächst?

Nichts gegen die beiden Herren Rourke und Bridges – aber was zur Hölle fasziniert an diesen heruntergekommenen alten Männern so sehr, dass sie Oscarwürden für Alltagsportraits erhalten?  Da hätte man Nadja Uhl für “Sommer vorm Balkon” auch Awards hinterher schmeißen können.

Ihr seht: ich bin zwar ein Fan von realistischeren Filmen als Pretty Woman, aber nicht jedes Alltagsportrait ist eine wahnsinnig herausragende schauspielerische Leistung (genau so wenig übrigens wie nicht jede Darstellung von Vergewaltigungsopfern oder Serienmördern). Schauspielerei ist ihr Job, und den haben sie erledigt. Country-Songs spielend durchs Land ziehen ist für mich noch lange keine Romy Schneider-Leistung.

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