Warum biegen Autos auf Hauptstraßen ein, in dem Glauben sie wären stärker als die Straßenbahn?
Warum gibt es in Ostberlin kaum Taxis?
Wo ist der Berufsverkehr heute Nachmittag gewesen?
Wieso baut nicht jeder sich selbst mit Energie versorgende Solarhäuser, die einen Lichtspalt in der Mitte haben? Warum lässt sich dieser Lichtspalt nicht zuschieben?
Warum denke ich nur in 140-Zeichen-Tweet Gedanken?
Braucht man noch Real-Life-Freunde und mouth-to-mouth talk, wenn die Jungs & Mädels auf Facebook eh schneller antworten und man das auch noch in der Bahn checken kann?
Wieso habe ich im letzten Satz so viele englische Wörter benutzt?
Warum stört sich der Dozent nicht an der Pausenlautstärke im Zimmer und redet einfach weiter? Wo ist die gute alte Klassenlehrer-auf-die-Ärsche-hau-Manier hin?
Wieso kann ich nur noch in Abkürzungen schreiben?
Warum habe ich das Beebie noch nicht begutachtet?
Warum sendet meine Mutter E-Mails eigentlich immer mit buntem Text?
Und warum riecht meine Wohnung nach einem Tag lüften noch nach Pizza, verdammt?
PUNKT.
Die US-Vogue beschäftigt sich, der geneigte Leser der Zeitschrift wird es wissen, regelmäßig mit besonderen (weiblichen) Persönlichkeiten. Immer sind die Artikel ein wenig schwärmerisch, immer bekommt man Lust die Person kennen zu lernen und immer sind es faszinierende Lebensgeschichten. Manchmal Vorbilder.
Diesen Monat gibt es ein kurzes Portrait von Sheryl Sandberg, derzeit Facebook-COO und vorher für die Ad-Einnahmen von Google seit 2001 verantwortlich. Ich weiß nicht, ob alles so stimmt wie Kevin Conley davon berichtet. Aber eines scheint sicher: die Frau weiß, wie man Geld macht. Hat ein Privatleben. Interessante Freunde. Und sieht gut aus.
Und schon weiß man wieder, wofür der ganze Studiums-Spaß gut sein könnte.
Eben ne Runde durch Berlin gelaufen (die Runden sind jetzt größer geworden und machen daher neuerdings – ACHTUNG – Spaß… ich weiß.).
Jedenfalls ausgepowert zu Rewe. Weil das Nützliche mit dem Nützlichen verbinden, und so. EC-Karte in der Jackentasche und keine Milch im Kühlschrank.
Natürlich dort durchgerannt, weil große Runde & anhalten klappt manchmal nicht so. An der Kasse auf den Beinen gesprungen. (Wird immer bekloppter, ich weiß schon). Aber jemand anderes fand das auch bekloppt.
Die Omi hinter mir.
Brüllt in mein Ohr.
Durch die Kopfhörer (Azad diesmal).
“HEY!!!!”
ich so: “JAAAAA”
“HEY!!!”
ich so: “WAS DENN????”
Omi (bösartig!): “Na, fallen Sie hier nicht um!”
ich (belustigt): “so schnell geht das nicht”
Jetzt regt sich die Omi aber schon auf. So an der Kasse rumspringen, geht ja nicht.
Omi: “Gibts ja nicht. Also, ich hab auch Sport gemacht, früher. Aber soo bekloppt war ich nicht!”
Opi kommt dazu: “Kassieren Sie das nervöse Ding mal vor mir ab”
Omi & Opi regen sich weiter in von mir nicht hörbarer Lautstärke (immer noch Azad) auf.
Student von hinten grinst und brüllt: “Ich find’s gut!”
Anne schwitzt und brüllt zurück: “DANKE!!”
Dann hat die Nachbarschaft Ü60 zumindest ‘nen kleinen Aufreger für den Kaffeeklatsch von morgen. Süß, irgendwie.
Wenn ich ab jetzt in den Aerobikkurs vom Fußballverein gehe und danach mit den Frauen ‘n Bier trinke. Dann mache ich auch Sport. Und sehe ich in 40 Jahren so aus wie die Omi heute.
Da laufe ich lieber stundenlang durch Berlin, belästige arme Kassierer mit meinem nervösen Rumgehüpfe und höre dabei auch noch Gangsterrapper.
Nicht jeder Erfolg braucht eine Fortsetzung. Lasst sie doch einfach am Ende alle im Atlantik an die Tür geklammert erfrieren und schon spart ihr euch die Diskussionen mit dem Filmstudio. Und die konstruierten Nachfolgegeschichten.
Selbst wenn die Geschichte logisch weiter erzählt werden kann, heißt das nicht, dass Teil B auch erzählt werden MUSS. Der Unterhaltungswert der Handlung fällt nach dem lange überfälligen Kuss auf dem Empire State Building steil ab. Für Witze über den drögen Alltag gibt’s gut gemachte HBO-Serien.
Sex and the City zählt nicht. Carrie & die Mädels dürfen immer wieder.
Können die Deutschen keine Komödien ohne Fäkalwitze machen?
Til Schweiger ist kein guter Schauspieler. Er hat einen traurigen (Knocking on heaven’s door) und eine bösen Blick (Inglorious Basterds).
Frauen sind Zicken. Wenn wir in den letzten zwei Stunden sonst nichts gelernt haben, dann das. Und:
Frauen können nicht einfach nur Sex haben. Niemals, nie. Sie hängen an Weltrettern und Kindern. Besonders an der Tochter von Til Schweiger.
Männer sind unemotionale Proleten. Diese eiskalten Dickhäuter halten nichtmal Nora Tschirners 10-Minuten-Monologe aus.
Macbook macht Spaß. Hat nichts mit dem Film zu tun? Richtig. Gute Nacht.